Test

Oberliga: BC Gelnhausen – SKG Roßdorf 44:87 (23:37)

Basketball (fdo). Die Überraschung blieb aus: Der BC Gelnhausen hat das Heimspiel gegen den neuen Oberliga-Meister SKG Roßdorf deutlich mit 44:87 (23:37) verloren. Die Gäste sind damit nicht mehr von der Spitze zu verdrängen und feierten nach Spielende mit dem mitgereisten Anhang. Der BCG scheiterte dagegen auch an der  desaströsen Chancenverwertung. „Ich hatte das noch nie als Trainer“, sagte BCG-Coach Sven Blendin zu der mageren Ausbeute.

Die beste Phase der Gelnhäuser war gleich zu Beginn: Das Team verteidigte die offensiven Bemühungen der Gäste gut weg und zeigte sich seinerseits konsequent (7:1). Dann verlor die Blendin-Truppe jedoch den Faden und streute zu viele Ungenauigkeiten im Angriff ein. Ein Dreier von Jonas Müller blieb die Ausnahme. Die Konsequenz: Roßdorf drehte das Spiel, auch weil sich die Mannschaft ihrerseits      weniger wackelig als noch zu Beginn präsentierte. 

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels leistete sich Fabio Remiorz einen leichtfertigen Ballverlust, den Louis Geimer zwar noch ausbügelte, doch der Dreierversuch von Remiorz scheiterte. Auch in der Defense ließ der BCG nach. Nahezu alle Rebounds landeten bei den Gästen. Symptomatisch: Ein Fastbreak der Gelnhäuser, bei dem Constantin Scheffler zum frei stehenden Geimer passte, das Zuspiel aber zu ungenau kam und die Möglichkeit verpuffte (16.). Blendin reagierte mit dem zweiten Timeout des Spielabschnitts. Seine Botschaft: „Lauft nicht hinterher.“ Doch Roßdorf drehte auf und zog auf 35:17 weg. Da passte es ins Bild, dass nur 50 Prozent der BCG-Freiwürfe ihr Ziel fanden.

Batista sorgt fü rare Glanzmomente

Ein Ausrufezeichen: Die Gäste starteten mit zwei Dreiern in den zweiten Durchgang und signalisierten deutlich, dass sie auf den Weg zur gesicherten Meisterschaft nicht nachlassen würden. Die Blendin-Truppe zeigte sich zwar zunächst verbessert, war aber gegen Roßdorfs schlafwandlerische Sicherheit in puncto Dreier machtlos. Nach und nach schlich sich allerdings wieder die Abschlussflaute ein.

Auch im letzten Spielabschnitt setzte der neue Oberliga-Meister das muntere Dreierwerfen fort. Die Barbarossastädter scheiterten da­gegen bei ihren Versuchen allesamt, egal ob ein Gül, ein Cevik oder ein Remiorz im Dress steckte – zumindest bis die große Stunde des Kleinsten schlug. Emilio Batista, der aufgrund der Ausfälle aus der  zweiten Mannschaft aufgerückt war, versenkte mit einer seiner ersten Aktionen einen Dreier. Später legte er den zweiten nach und erntete dafür lautstarke Anerkennung von den Rängen. „In einem Spiel, in dem es viele Verlierer gab, ist er ein Gewinner. Er hat die Chance genutzt, sich auf großer Bühne zu    zeigen“, lobte der Coach.

Während die Roßdorfer nach der Schlusssirene jubelten, ging der Gelnhäuser Blick fassungslos auf die Anzeigetafel. „Wenn man auf das Scoreboard schaut, sieht man, an welchem Ende es gelegen hat“, sagte Blendin. „Indiskutabel“ war für ihn nicht nur die Treffer-, sondern auch die Fehlerquote. „In den ersten paar Minuten haben wir gezeigt, was möglich ist und waren griffig. Danach haben wir zu viel Respekt gezeigt und dann hat auch noch Lukas Janott getroffen, wie er wollte. In der zweiten Hälfte war es teils wirklich erschreckend.“ Blieb also das Fazit: „Es war eine Lehrstunde.“

Statistik

BC Gelnhausen: Müller (6), Pillot (14), Cevik (5), Remiorz (2), Birnkammer, Meybier (2), Batista (8), Köchling, Gül, Geimer (4), Scheffler (3).

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